Eigene Solaranlage: Welches Vergütungssystem? | 05.05.2015

Die rasante Entwicklung der Solartechnik ermöglicht heutzutage einen kostengünstigen Bau von Solaranlagen. Doch welches Vergütungssystem ist am besten geeignet?

Solaranlage Einfamilienhaus Scharans
Solaranlage Bauernhof Scharans

    Das Förderinstrument für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), hat seit ihrer Einführung einen extrem starken Andrang erlebt. Aus diesem Grund müssen Antragssteller mehrere Jahre warten, bis sie die Gelder für ihre Anlagen bekommen. Für Solaranlagen werden am meisten Gesuche gestellt. Als Entlastung für die KEV ist per 1. Januar 2014 die Einmalvergütung (EIV) für Betreiber von kleineren Solaranlagen in Kraft gesetzt worden.  

    KEV und EIV: Was ist der Unterschied?

    Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) deckt die Differenz zwischen Produktion und Marktpreis. Sie hat je nach Technologie eine Laufzeit von 20 bis 25 Jahren. Die Vergütung erfolgt quartalsweise in Abhängigkeit der Produktion der Anlage.

    Die Einmalvergütung (EIV) gilt im Gegensatz zur KEV nur für Solaranlagen. Es handelt sich dabei um eine einmalige Investitionshilfe in Höhe von maximal 30 Prozent der Investitionskosten. Die Auszahlung erfolgt nach vollständiger Inbetriebnahme der Anlage.

    KEV oder EIV: Wahlrecht

    Manche Antragssteller können wählen, ob sie das KEV-System oder das EIV-System wählen möchten. Dabei spielen folgende Faktoren eine Rolle:

    • das Anmeldedatum der Anlage
    • das tatsächliche Inbetriebnahmedatum der Anlage
    • die realisierte Anlagenleistung

    Swissgrid, die Schweizer Übertragungsnetzbetreiberin, ist die Schirmherrin über die Vergütungssysteme. Aufgrund des grossen Interesses hat die Swissgrid ein gutes Informationssystem eingerichtet. Bei Bedarf können Interessierte auch direkt mit der Swissgrid Kontakt aufnehmen.  

    KEV oder EIV: Welches Vergütungssystem soll gewählt werden?

    Wer vom Wahlrecht profitiert, kann seinen Anspruch über ein Formular, welches online zur Verfügung gestellt wird, der Swissgrid geltend machen. Vorher muss aber die Entscheidung gefallen sein, welches System am besten geeignet ist. Folgende Faktoren spielen dabei eine Rolle:

    • Eigenverbrauch
    • Diskontierung
    • Steuern
    • Wartezeit und Verfügbarkeit der Fördergelder bei der KEV

    Neubau von Solaranlagen

    Egal welches Vergütungssystem für die jeweilige Anlage in Frage kommt, Solaranlagen sind grundsätzlich sehr schnell rentabel und inzwischen kostengünstig und einfach zu erstellen. Vom Einfamilienhausdach bis zu Grosskonzerndächern leisten Solaranlagen zuverlässig ihren Dienst und sind aus der Stromproduktion mit erneuerbaren Energien nicht mehr wegzudenken.
    Die HMQ AG unterstützt bei der Realisierung der eigenen Solaranlage und begleitet ihre Kunden von der Planung über die Ausschreibung bis zum Bau und Betrieb. 

    Autor: HMQ AG

    Foto: HMQ AG